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Die Bewirtschafter: Wir bekennen uns zur schonenden und ethisch vertretbaren Nutzung von Wildfischpopulationen.

Beschreibung

Reviergrenzen

Die Reviere umfassen den Kleinen Kamp vom Ursprung flussabwärts bis zur seiner Mündung in den Großen Kamp (bei Ritterkamp) samt allen beidufrig gelegenen Ausständen, Werkskanälen und Zuflüssen, jedoch ohne Prinzbach und Dürrnbergbach; ferner den Großen Kamp von der Eisernen Brücke bei Ritterkamp flussabwärts. Ab dem Zusammenfluss von Kleinem und Großem Kamp wird das Gewässer fortan Kamp genannt. Zum Revier gehört weiters der Kamp von der Mündung des Kleinen Kamp flussabwärts bis zur Diethartsmühle (ca. 1,5 km östlich von Ritterkamp). Die gesamte Revierlänge wird mit rund 26,5 km angegeben.

Als Schonstrecke wird wie seit dem Jahr 2009 der Abschnitt von der Quelle bis zur Stieglitzmühle (Höhe Münzenberg) sowie ein ca. 200m langer Abschnitt bei der Ödmühle ausgewiesen.

Revierkarte Kleiner Kamp [ÖK 1:50.000, BEV | jpeg-Grafik, ca. 2,5 MB]

 

 

Naturräumliche Charakteristik

Der Kleine Kamp befindet sich durchwegs in einem naturnahen Zustand. Anthropogene Eingriffe in die Hydromorphologie sind weitgehend unterblieben. Lediglich im Bereich der Ortschaften Rapottenstein und Klein Siegharts (Höhe Stieglitzmühle) haben nennenswerte Eingriffe, in Form von Begradigungen und Ufersicherungen, stattgefunden. Diese baulichen Maßnahmen erstrecken sich aber nur über kurze Abschnitte. Entlang der Mäanderstrecken ist er teilweise mit lockerem Blockwurfschüttungen gesichert worden.

Das Längskontinuum wird im Revier bei der Stieglitzmühle ein einziges Mal vollständig unterbrochen.

 

Charakteristisch für den Kleinen Kamp ist, dass die gestreckten Abschnitte durch stark bewaldetes Gebiet mit teils hohem Gefälle gehen, während die Abschnitte mit hohem Krümmungsgrad über flachere Wiesenstrecken mit lockerer Ufervegetation und teilweise schön ausgeprägten Mäandern fließen. Wo das Flussbett breiter wird (bis ca. 10 m) und kaum Ufervegetation vorhanden ist, sind Wasserpflanzenbestände anzutreffen.


Fischzönose

Die biozönotische Region unseres Reviers ist dem Epirhithral (obere Forellenregion) bis Metarhitrhal (in den unteren Abschnitten) zuzuordnen. Folgende Fischarten kommen vor:

  • Aalrutte (Lota lota)
  • Aitel (Squalius cephalus)
  • Äsche (Thymallus thymallus)
  • Bachforelle (Salmo trutta)
  • Bachneunauge (Lampetra planeri)
  • Gründling (Gobio gobio)
  • Hasel (Leuciscus leuciscus)
  • Koppe (Cottus gobio)
  • Rotauge (Rutilus rutilus)
  • Regenbogenforelle (Oncorhynchus mykiss)

 

Die Bachforelle dominiert den Fischbestand, wobei in den "Wiesenabschnitten" für ein Gewässer der Böhmischen Masse z.T. beachtliche Biomassewerte vorzufinden sind. Typisch für diese Bioregion ist ein ausgewogener Populationsaufbau mit einem starkem Jungfischaufkommen. Individuen über 30 cm sind selten, sind aber vereinzelt anzutreffen. Erfreulich ist der gute Bestand der Aalrutte, die im Kleinen Kamp auch natürlich reproduziert. Äschen kommen primär in den flussab gelegenen Teilen des Reviers vor. Die allochthone Regenbogenforelle tritt zum Glück nur in absoluten Einzelfängen auf, sodass insgesamt von einer den guten Lebensraumverhältnissen entsprechenden Fischzönose ausgegangen werden kann.